Kein Herz für Ausgrenzung
Keiner meiner vielen Texte
wurde so falsch verstanden
wie die Krieger der Herzen.
Um die Krieger zu verstehen,
sollte das Herz frei sein von
Neid,
Missgunst,
Ausgrenzung,
Verfolgung –
kurz gesagt: frei von Verachtung
all dessen, was man selbst ablehnt,
aber offen für die Vielfalt des Lebens.
Ein Krieger der Herzen lebt
Nächstenliebe,
Augenhöhe,
Verständnis und Mitgefühl.
Ein wahrer, liebender Herzkrieger
geht den dharmischen Weg.
Er ist kein Krieger des Kampfes
um den richtigen Glauben
oder der Verehrung eines Gurus.
Er trägt das Schwert der Liebe
und er l(i)ebt auf Augenhöhe,
voller Achtsamkeit und Liebe
zu allem und jedem um sich herum.
Die Herzkrieger strahlen nach außen,
ihre Seele ist offen für jene, die den Weg
zu sich selbst und zum Frieden suchen.
Der Weg des Herzkriegers ist ein Pfad
gelebter Liebe voller Achtsamkeit.
Negative Gefühle werden ebenso gelebt
wie die Glücksmomente.
Ein Krieger der Herzen weiß:
Es gehören beide Seiten zum Leben.
Negative Gefühle gehören zum Leben dazu,
doch wird es immer Licht im Dunkeln
und aufrichtige und ehrliche Hilfe geben.
Ein Herzkrieger öffnet sein Herz weit,
wo er Ungerechtigkeit oder Ausgrenzung erkennt.
Er schließt jene in die Arme, die unter
Verfemung, Anfeindungen, Ablehnung,
unter Verfolgung, Armut und Hass leiden.
Der Herzkrieger öffnet seine Seele für jene,
die als Außenseiter oder Störenfriede gelten.
Der Herzkrieger kümmert sich da,
wo andere versagen und verurteilen.
Wer den Krieger der Herzen verstehen will,
braucht Liebe im Herzen, in der Seele, in sich.
Alle anderen sehen nur den Spiegel all dessen,
was sie selbst nicht sein wollen oder können.
© Erika Flickinger